Lebenswege mit Anime und Manga #3

Mittwoch, 16.September.2015

Lange überfällig und nun endlich online ist der dritte Part des Community-Projekts „Lebenswege mit Anime und Manga“!

Wieder zeige ich euch 5 Interviews mit Anime- und Manga-Fans aus meinen Leserkreisen!

 

Fangen wir mit dem Interview von Manuel an! Glückwunsch hier nochmal für den weiteren Familienzuwachs!

Ryuki.de: So, Manuel, jetzt bist du auch dran! Was sind deine ersten Worte?

Manuel: Es freut mich, dass ich dein Interviewpartner sein darf, denn unser Hobby ist doch erst dadurch schön das man es mit anderen Teilen kann.

Kurz zu mir. Ich bin 34, seit kurzen Zwillingspapa, Hobbyautor und war oft in Japan zu Gast.

Ryuki.de: Als ich deine Bewerbung gelesen habe, war ich wirklich überwältigt! Familienvater mit 2 Mädchen, Autor, 350 Figuren und guter Kontakt zu Japan. Und das trotz deinem Handicap und des jungen Alters! Da du sagtest, Anime beeinflusst dich am meisten, wie gehst du dann mit deinen Kindern um? Werden sie mit Anime und Manga „vollgepumpt“?

Manuel: Meine Töchter Asuka und Yumi sind ja erst 5 Monate alt (Zwillinge), aber es ist klar, dass das Hobby wohl auch auf sie abfärben wird. Daran werden sie schon durch ihre Namen erinnert. Asuka hat ihren Namen aus dem Anime Neon Genesis Evangelion, Yumi ihren Namen aus dem Visual Novel Kana Imouto. Im Endeffekt wird die Zukunft zeigen ob die Mädchen dafür ein Herz haben. Aber mein Animekonsum ist moderat, wie du sagst, ich bin Papa, arbeite, und komme nicht so viel dazu Animes zu sehen wie mancher Teenager. Ab und an darf Asuka schon mal ein bisschen Cosplay machen.

Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Manuel - Ryuki 01

Ryuki.de: Aww, sie ist ja super süß! Wie hat deine Leidenschaft eigentlich angefangen? Ich meine, man ist ja nicht mal eben oft in Japan zu Besuch, hat dort einige Kontakte und ist Autor!

Manuel: Das war Zufall. 2007 sah ich im Fernsehen „Mein Nachbar Totoro“ und seither sind meine Frau und ich Feuer und Flamme für Anime. Nach Japan wollte ich seit ich als Teenager „Takeshis Castle“ gesehen habe. Ein so schräges Land, da musste ich hin.

Geklappt hat es als verspätete Hochzeitsreise 2007 zum ersten Mal. Und das Buch, nun ich wollte immer eines schreiben, aber ich hab es nie geschafft. Zum 10. Jahrestag mit meiner Frau habe ich es dann doch geschafft, und es ist ihr gewidmet, darauf bin ich „Stolz wie Oskar“. Habe viele Monate daran gearbeitet.

Ryuki.de: Deine Frau ist auch Feuer und Flamme? Das ist echt klasse! Ich bin auch froh, das mein Freund dasselbe Hobby hat.

Jetzt muss ich ja mal fragen, wie heißt dein Buch und worum geht es? Es macht mich einfach neugierig! *lach*

Hier geht es weiter mit Manuels Interview!

Manuel: Meine Frau und ich Teilen alles, wir trennen uns niemals, eine starke und innige Verbindung. Genau wie die Helden in meinem Buch.
Der Titel lautet „Spuren in der Zeit“. Es ist im weitesten Sinne ein Liebesroman. Er bricht ein soziales Tabu, da die liebenden ein Geschwisterpaar sind, aber keine Sorge, nach einer langen Reise wird sich alles aufklären. Und ich wage mal zu behaupten das keine Reise so lange ist, wie die meines Helden Takamichi.
In meinem Buch, geht sie doch einmal rund um die Welt und quer durch die Zeit. Aber für die Liebe lohnt es sich ja zu reisen. Das Buch habe ich eigentlich nur für meine Frau zum 10. Jahrestag geschrieben, aber im Endeffekt habe ich es dann veröffentlicht, einfach zum Spaß. Ein paar tausend Downloads sind dann doch zusammen gekommen. :)

Ryuki.de: Hört sich ganz interessant an! Es ist schon manchmal seltsam wie sich Aktionen entwickeln. Ich hatte anfangs auch beispielsweise nie gedacht so viele Menschen mit meinen Beiträgen und Videos zu erreichen!

Da du ja oft in Japan warst, ist da ein Wunsch komplett hinzuziehen?

Manuel: Ja, das war mein Plan 2008. Doch das Leben hatte andere Pläne. 2009 bekam ich Leukämie, keine Kasse auf der Welt würde meine Behandlungskosten tragen, somit bleibe ich sehr gerne in Deutschland und Japan bleibt mein liebstes Reiseziel.
Das ich überhaupt hier mit dir schreibe verdanke ich meine Familie, aber auch sehr stark meiner Liebe zu Japan und einem ganz speziellen Anime, einem Anime der mir so viel Hoffnung gab, das es in meiner dunkelsten Stunde nie ganz düster wurde.

Ryuki.de: Verrat uns den Anime!

Manuel: Es ist „Psalms of Planets – Eureka Seven“. Mein absoluter Liebling in diesem Anime ist Anemone, ein Pilot eines riesigen Mecha. Als ich dann in die Klinik eingeliefert wurde und ich jede Hoffnung verloren hatte, kam eine sehr liebe Ärztin zu mir die mir wieder Hoffnung gegeben hatte. Jetzt rate mal wie ihr Name war? Richtig, meine Anemone war in mein echtes Leben getreten.
Ich weiß einfach nur Zufall, aber in diesem Moment war es ein Funken Hoffnung in der Nacht. Ohne diesen Anime, ohne Anemone hätte ich damals meine Behandlung abgebrochen. Somit hat ein Anime, dieser Anime, mein Leben gerettet.

Ryuki.de: Ich bin wirklich gerührt! Was Zufälle mit Menschen machen können, ist schon manchmal echt wunderlich!

Was sind deine nächsten Ziele im Leben mit Familie und Hobby?

Manuel: Erst einmal genieße ich den Rest meiner Elternzeit. Wenn  Asuka und Yumi etwas größer sind würde ich ihnen gerne Japan zeigen, sie sollen sehen weshalb sie solche wundervollen Namen haben. Aber erst einmal haben sie mir geflüstert das sie gerne ein Geschwisterchen wollen, denn unser Hobby wird umso besser wenn man es mit vielen Menschen teilt. Wer wäre dazu besser geeignet als meine Familie. Was auch immer die Zukunft bringt, wenn ich meine Töchter beim Namen rufe, werde ich täglich daran erinnert, das unser Hobby etwas ganz Besonderes ist.

Ryuki.de: Ganz der Papa! Leider neigt sich unser Interview langsam zur Neige… Hat es dir denn Spaß gemacht?

Als letzte Amtstat darfst du mich auch mit 1-2 Fragen bombardieren!

Manuel: Es hat mir viel Spaß gemacht, danke das du dir die Zeit genommen hast.
Fragen, oh ja, da hab ich eine. Wie steht dein Umfeld zu deinem Hobby? Damit meine ich vor allem jene, die dein Hobby nicht teilen.

Ryuki.de: Eine super Frage! Ähm… Aus meinem Freundeskreis gibt es keinen, der mein sehr Hobby verachtet. Ich stoße meist nur an das Thema „Unmassen als Geld dafür verschwenden“. Meine beste Freundin beispielsweise akzeptiert zwar das Hobby und die dazugehörige Sammelleidenschaft aber sie kann nicht verstehen, warum ich da Unmengen an Geld reinstecke. Und meine Mutter denkt genauso! Sonst gibt es niemanden in meinem Umfeld, der schlecht von meinem Hobby denkt!

Manuel: Wenn du mir jetzt noch deinen Lieblingsanime verrätst, bin ich wunschlos glücklich! ;)

Ryuki.de: Die Antwort ist: Viele! *lach* Ich kann mich wirklich nicht auf 3-5 Anime beschränken. Aber ganz oben stehen z.B. Mahou Shoujo Madoka Magica, Black Rock Shooter, Neon Genesis Evangelion, Boku wa Tomodachi ga sakunai, Oreimo, Steins;Gate und Shingeki no Kyojin!

Dann bedanke ich mich herzlichst für deine Zeit und das Interview! Man sieht und schreibt sich sicherlich mal. Wenn deine Mädchen reif für eine Convention sind, lass uns mal ein Treffen arrangieren!

Manuel: Sehr gerne, und das mit der Con schreibe ich mir dick in den Kalender! ;)  Liebe Grüße auch von meinen kleinen und meiner Frau! ^^

Ryuki.de: Dieses Jahr leider noch nicht! Aber es gibt ja genug Conventions~ Aww, vielen, vielen Dank!

 

Als nächste Teilnehmerin ist Jenni! Sie hat jetzt ein Traum von Haus mit eigenem Hobby-Zimmer!

Ryuki.de: Und hier kommt Jenni! *lach*

Ich hoffe ich darf das hier überhaupt sagen: Du bekommst deine eigenen 45 m² Platz nur für das Hobby? Ich fang gleich an zu Sabbern mit meinen 9,3 m²! Du weißt schon, das du dir da einen Traum vieler Sammler erfüllst oder?

Jenni: Ja, das stimmt!( ´∀`) Mein Freund und ich wohnen momentan noch in einer kleinen 68m² Wohnung aber wir haben uns gerade ein Haus mit 260m² Wohnfläche gekauft. Bisher musste ich auch mit einem kleinen Raum á 7,5m² auskommen und es platzt hier auch aus allen Nähten.

Lebenswege mit Anime und Manga - Community Projekt - Jenni - Ryuki - 01

Eine große Voraussetzung für das Haus war definitiv genügend Wohnfläche, damit ich mein Hobby richtig ausleben kann und später gegebenenfalls immer noch genügend Platz für Kinderplanung vorhanden ist, auch wenn dieses Thema noch gaaaaanz weit hinten steht *lach*

Aus insgesamt 3 Zimmern werden wir im Haus ein einziges machen indem 2 Wände entfernt werden, so entsteht wie du es schon erwähnt hast eine Fläche von ungefähr 45m². Genügend Platz für jede Menge Regale, Vitrinen, einer kleinen Sofaecke mit TV für gemütliche Anime Abende und der obligatorische Schreibtisch + Computer darf natürlich auch nicht fehlen. In 2-3 Monaten, je nachdem wie schnell wir einen Nachmieter für unsere jetzige Wohnung finden, beginnt dann der Umzug und ich freue mich schon riesig auf mein neues „kleines“ Reich, in dem ich mein geliebtes Hobby richtig ausleben kann! o(^^o)(o^^)o

Ryuki.de: Wenn du wüsstest, wie neidisch ich grade bin! Aber ich will später auch möglichst großes Haus bauen, da mein Freund auch Sammler von Anime/Manga/Figuren ist. Da braucht man nochmal mehr Platz. *lach*

Was sagen deine Freunde und Familie denn zu deiner starken Hobby-Auslebung?

Jenni: Sowohl meine Familie als auch Freunde sind super tolerant, was mein Hobby angeht. Meine Mutter ist im Herzen selbst auch immer Kind geblieben und schaut sich auch heute noch liebend gerne die verschiedenen Animes im TV an. Sie ist dabei ein RIESEN Fan von One Piece. *lach*

Jeden Monat fragt sie mich aufs Neue wann der nächste Manga Band in den Handel kommt und ich muss ihr diesen dann mitbringen und sie hat jede einzelne Anime Folge aufgenommen und auf CDs gebrannt. Außerdem spielt sie liebend gerne Pokémon auf diversen Konsolen oder auch Zelda.

Mein Freund kann mit dem ganzen „Manga Gedöhns“ gar nichts anfangen, hat mich aber so kennen gelernt und akzeptiert es – ich bekomme aber hin und wieder doch eine Schelte, wenn ich es mit dem kaufen übertrieben habe. *lach* Und meine Freunde kommen entweder selbst aus der Szene oder finden es interessant, witzig. ^^

Ryuki.de: Es freut mich immer wieder zu hören, wenn das Hobby durch die Engsten akzeptiert oder selbst gemocht wird! Wie gehst du denn mit Leuten um, welche das Hobby negativ betrachten?

Hier geht es weiter mit Jennis Interview!

Jenni: Im Großen und Ganzen ignoriere ich solche Leute schlicht und einfach. Die meisten haben von der ganzen Materie keine Ahnung, wissen es halt nicht besser und lassen sich von irgendwelchen Vorurteilen beeinflussen. Sind diese Personen dann auch unbelehrbar geh ich nach dem Motto: Eines Ohr rein, anderes Ohr raus. Und bei denen, wo man noch diskutieren kann, versuche ich es zu erklären.
Das typischste Vorurteil: Mangas/Animes sind doch nur was für Kinder – am besten einen Manga 16+ zeigen!

Wir können halt nicht alle dasselbe mögen und von solchen Personen sollte man sich dann auch nichts sagen lassen! ^^

Ryuki.de: Ganz toll gesagt! Gibt es irgendwelche Punkte am und um das Hobby, welche du nicht magst oder sogar hasst?

Jenni: Ich liebe mein Hobby voll und ganz aber was mir seit einiger Zeit immer mehr sauer aufstößt sind die immer weiter ansteigenden Preise. Der Markt rund um Manga und Co. ist in den letzten Jahren stetig angestiegen und das gilt leider auch für die Preise. Ich erinnere mich noch sehnsüchtig an die Zeiten zurück, als ein Manga noch 5€ gekostet hat – 6€ mit Farbseiten… Heute liegt der Durchschnittspreis bei 7€ und dabei weisen die Mangas nicht mal Farbseiten auf! O_o

Dabei sinken auch immer mehr die Seitenzahlen und um das irgendwie auszugleichen, werden die einzelnen Bände Literweise mit Werbung gefüllt. Viele Mangas kosten sogar gut und gerne mal 7,99€ – so viel wie ein 300 Seiten dickes Taschenbuch. Allerdings hat man einen Manga in 20-30 min durchgelesen während man ein Taschenbuch 3-4 Tage liest. Ich habe jeden Monat bis zu 30 verschiedene Manga Reihen auf meiner Liste stehen und komme so auf über 200€… Ich habe einen gut bezahlten Vollzeitjob und kann es mir daher noch erlauben aber es ist mir manchmal echt ein Rätsel, wie 14-16 jährige Teenager sich die Mangas überhaupt noch leisten können.

Auch die Animes sind von jedweder normalen Preisklasse einer DVD oder BD himmelweit entfernt – Animes kosten in Japan natürlich sogar noch weitaus mehr als bei uns hierzulande, aber 30€ für eine Anime BD mit 4 Folgen a 25min bringt meine Geldbörse immer wieder zum Weinen – besonders wenn man noch 3 weitere Volumes kaufen muss, um den Anime komplett genießen zu können. Ich denke aber, das Drama kennen alle Manga und Anime Fans ^^“ Und weil man sein Hobby liebt, nimmt man es in Kauf. :)

Ryuki.de: Die Preissteigerungen sind mir auch aufgefallen. Allerdings müssen die Unternehmen, welche uns aus Japan alles hier rüber schaffen, auch überleben. Mir ist ebenso aufgefallen das Fans diesen Unternehmen negativ gesinnt sind, weil sie alles zu teuer finden. Würde ein wenig Transparenz der Unternehmen Fans, wie dich beispielweise, durch faktische Erklärungen beruhigen können?

Da wir grade auch bei den Fans sind: Wie stehst du zu jeden, die sich selbst als „Otaku“ betiteln?

Jenni: Es stimmt, die Unternehmen, die die Rechte an Mangas und Animes kaufen, geben keine Statements ab, wieso etwas so und so viel kostet, stattdessen werden die Artikel immer teurer ohne Angabe von Gründen und wenn es doch mal Gründe gibt, wirken die sehr aus der Luft gegriffen. Beispiel ist die Preiserhöhung bei Mangas mit Farbseiten… welche dann gar keine Farbseiten mehr haben?!
Wenn die Publisher die Preise mal richtig erklären könnten, wäre ich als Käufer vielleicht auch mal bereit, ein Auge zuzudrücken ;)

In Japan ist der Begriff Otaku ja immer noch eine Beleidigung und ich bin mir sicher, dass sich in Japan die Manga und Anime Fans niemals selbst als Otaku bezeichnen würden. Bei uns in Deutschland ist das nicht so schlimm, da viele „normalos“ auch gar nicht wissen was Otaku denn bedeutet. Das ist quasi ein Insider in der Szene. Vor einigen Jahren war das Wort „Nerd“ auch noch eine Beleidigung, heutzutage wird es auf vielen Ebenen sogar als Anerkennung verwendet, hat die Bezeichnung seit Serien wie The Big Bang Theory doch richtigen „coolheitswert“ XD

Auch in meinem Fall sehe ich es nicht als Beleidigung wenn man mich einen Otaku nennt, ist es doch nur ein Ausdruck der zeigt wie sehr ich mein Hobby liebe und mir ist selbst sehr gut bewusst, dass ich mein Hobby doch schon recht krass auslebe und in den Augen vieler Personen „übertreibe“. Ich selbst bezeichne mich unter Freunden die auch aus der Szene kommen auch hin und wieder als Otaku :)

Ryuki.de: Ach, du übertreibst doch nicht. :)

So, Jenni! Ich lehne mich jetzt ein bisschen zurück und lasse dich arbeiten~ Wir kommen langsam in Richtung Ende unseres Interviews, was ich super schade finde, aber sonst ist die Ausschweifgefahr doch sehr hoch! *lach* An der Stelle tauschen wir die Rollen und du darfst mir auch 1-2 Fragen zum Thema stellen~

Jenni: Oh wie spannend!

Ich bin ein Riesen Fan deiner Figuren Sammlung und ich glaube du hattest mal in einem deiner Posts erwähnt, dass dein Dad hin und wieder deine Bestellungen vor deiner Mum versteckt. Hast du schon mal richtig Ärger bekommen, weil Du zu viel bestellt hast und sie Wind davon bekommen hat?

Ryuki.de: Eine super tolle Frage! Mit dem Start meiner doch sehr obsessiven Sammelneigung gab es öfter Krieg zwischen mir und meiner Mutter. Ich mache vieles, damit sie nicht mehr so viele Pakete mitbekommt und die Hilfe von meinem Vater ist dabei eine sehr große Entlastung für mich. Mittlerweile murrt sie aber nur noch etwas.

Das Lustige ist eigentlich, dass meiner Mutter meine Review-Fotos sehr gefallen. Dass sie die Figuren so direkt auch ansehen kann, überspielt sie immer!

Jenni: Das kannst du beim nächsten Streit als Argument verwenden! :’D
Meine 2. Frage wäre noch, wo du gerade von deinen Fotos gesprochen hast, ob du schon mal daran gedacht hast ein Fotobuch zu gestalten? Ich finde deine Review Fotos auch absolut spitze und würde natürlich auch Geld für ein eigens kreiertes Fotobook ausgeben. Postkarten währen auch eine Idee!

Ryuki.de: Das hab ich bereits versucht als meine Mutter meinte, ich solle mir keine Figuren mehr kaufen. Dann sagte ich zu ihr, ich könne dann aber keine hübschen Fotos machen. Aber an sich legt sich der ganze „Stress“ um meine Neuankömmlinge~

D-d-d-d-das schwirrt mir im Kopf aber der Rest ist ein Geheimnis!

Ich hoffe unser Interview hat dir Spaß gemacht! Fand es sehr interessant und hoffe, ich könnte mal Fotos von deinem baldigen Hobby-Zimmer sehen!

Jenni: Ich bedanke mich auch für das tolle Interview. Ich hatte viel Spaß!
Und mein Zimmer ist fast fertig!~ ;D

Ryuki.de: Oh! Das muss ich sehen!

 

Der Dritte um Bunde ist Marcel!

Ryuki.de: Willkommen Marcel und danke, dass du an diesem Projekt teilnimmst!

Marcel: Vielen lieben Dank, Ryuki. Freue mich sehr darüber, mal ein bisschen aus dem Nähkästchen über mein Hobby plaudern zu können.

Ryuki.de: Starten wir doch gleich mal! Auf deiner Arbeit finden einige Kollegen dein Hobby gut. Konntest du sie denn etwas „anstecken“?

Marcel: „Anstecken“ konnte ich den ein oder anderen im weitesten Sinne. Habe einen lieben Kollegen, der selbst schon lange Naruto und One Piece verfolgt, allerdings nur die Anime. Für ihn bin ich mittlerweile die Hauptanlaufstelle für Infos direkt aus Japan und er lässt sich auch gern Mal Anime Filme empfehlen bzw. leiht sie sich dann bei mir aus. Ein weiterer Kollege von mir ist großer Fan von Samurai Champloo. Ihn versuche ich im Moment auch für die neuste Serie von Watanabe-san zu begeistern, Space Dandy.

Ryuki.de: Ich wünschte, ich hätte auch jemanden auf der Arbeit mit dem ich über das Hobby reden könnte. Neugier ist zwar da aber mehr kommt da nicht.

Wie sieht das mit deiner Familie und Freunden aus? Wissen sie über alles Bescheid oder ist dein Hobby da eher einfach zur Kenntnis genommen?

Marcel: Meine Familie kennt mein Hobby, für Manga und Anime konnte ich aber noch niemand begeistern. Was aber vor allem bei meiner Mutter ankommt, sind Besonderheiten der japanischen Kultur und Küche. Zu Weihnachten oder Geburtstag wird aber dann gern im Vorfeld gefragt welche Blu-ray oder welchen Manga ich mir gern wünsche.

Was die Freunde angeht, sieht es da ganz ähnlich aus. Der ein oder andere hat früher mal Animes geschaut wie Dragonball oder One Piece, hält sich aber sonst eher in Grenzen. Ausnahme sind hier natürlich meine Bekannten aus der Community, die ich kennenlernen durfte und mit denen ich mich auch sehr gern austausche. ^^

Ryuki.de: Solange alles akzeptiert wird, ist es auch in Ordnung!

Meinst du, deine Freunde halten sich da begrenzt, weil sie denken es sei für Kinder/Jugendliche? Und wie siehst du es in den deutschsprachigen Raum generell; sind sie aufgeklärt genug, was Anime und Manga überhaupt ist?

Hier geht es weiter mit Marcels Interview!

Marcel: Das ist wohl das größte Problem, was man als Otaku hat. Für den Großteil der Leute sind alle gezeichneten Sachen, egal ob westliche Comics oder auch Mangas, Kinderkram. Man assoziiert damit vor allem Mickey Maus, Asterix oder Tim und Struppi, nur um einige Beispiele zu nennen.

Animes, die Themen abseits von Piraten, Ninjas oder Super-Sayajins behandeln und damit nicht unbedingt fürs Nachmittags Programm geeignet sind, tun sich in der Fernsehlandschaft schwer. Dabei könnten Serien wie Psycho Pass oder Attack on Titan vom Stoff her auch gut zur Primetime laufen. Zusätzlich kommt grad in letzter Zeit die schlechte Presse, die unsere Community mit abbekommt.

Manga-Mord, Ebola-chan und voreingenommene Berichterstattung wie zuletzt der Bericht über die Connichi bei n-tv schaffen Vorurteile und scheren alle Fans über einen Kamm. Persönlich hab ich es auch schon erlebt, dass mir schon gesagt wurde „Ich solle mir doch mal ein erwachseneres Hobby suchen“. So was ist aber zum Glück die Ausnahme.

Ryuki.de: Das Problem, was ich ja sehe, ist, dass die Leute aber auch alles glauben, was die Medien ihnen in den Mund legen. Obwohl sie überhaupt nicht wissen, was da so böse hingestellt wird, glauben sie es und „verachten“ es. Das ist für Fans ein Problem, da es sozusagen „Druck von der Gesellschaft“ ist und für Medien ist es ein gefundenes, spektakuläres Fressen! Eine Schande…

Da du grade schon das Wort „Otaku“ benutzt. Was bedeutet dieser Begriff für dich und wie siehst du die Nutzung in der aktuellen Fan-Community?

Marcel: Für mich persönlich ist Otaku sein stellenweise schon eine Lebenseinstellung. Ich liebe ja nicht nur Anime und Mangas, auch Japan selbst, seine Kultur und Geschichte faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Allerdings sehe ich mich da nicht als Durchschnittsotaku. Jeder lebt das anders aus und ich finde auch gerade das Tolle an diesem Hobby.

Die einen sind fantastische Zeichner und wieder andere machen Cosplay, das es einem regelmäßig den Atem verschlägt. Es gibt Sammlungen so groß und bunt dass mir manchmal echt schon die Spucke weggeblieben ist. Man sollte nicht einfach sagen, so und so sollte man das Hobby betreiben um sich Otaku zu nennen, damit engt man nur seinen Horizont ein und verpasst viel Tolles.

Ich persönlich mag zum Beispiel auch amerikanische Comics vor allem Marvel und feiere natürlich auch jeden neuen Film aus dem Film Universum, für mich gehört das auch ganz selbstverständlich zu meinem Hobby dazu.

Ryuki.de: Was ist in deinen Augen denn ein „Durchschnittsotaku“?

Marcel: Da hast mich jetzt mal aufm falschen Fuß erwischt, musst ich erstmal drüber nachdenken. Für mich sind wohl die Leute Durchschnitt, die sich beim Betreiben des Hobbys sei es bei Mangas, Animes oder auch Figuren, in keinem Bereich besonders hervortun. Ein paar Figuren, ein paar Mangas meist von den bekanntesten Serien wie Naruto One Piece oder auch Fairy Tail und ein paar Serien auf DVD oder BluRay.

Als Gegenentwurf sehe ich da die Leute, die Liebe und Zeit in das Hobby investieren. Seien es Cosplayer oder auch Zeichner, aber auch z.B. Sammler die bereits einen ganzen Keller mit Bücherregalen voller Mangas gefüllt haben. Auch Figurensammler, die wahre Kleinode in ihrem Besitz haben und das mit der Community teilen wie zum Beispiel Alexa von Nendotaku, mag ich sehr. Ich selber hoffe, auch mal so viel zu erreichen und meine eigene Sammlung wächst jeden Monat ein bisschen.

Ryuki.de: Ich interviewe, da trete ich öfter mal einem auf die Füße! *lach*

Alexas Sammlung ist einfach grandios. Ich kann es kaum erwarten sie zu besuchen!

Wie groß ist denn deine Sammlung ungefähr? Dürften die Leser vielleicht 2-3 Bilder sehen?

Marcel: Also meine nicht mehr ganz so kleine Sammlung umfasst aktuell um die 500 Mangas, einiges an DVDs und Blu-rays sowie im Moment noch 18 Figuren, um den 15.10 kommen aber nochmal 4 Figuren dazu. Des Weiteren noch das eine oder andere Buch zum Thema Japan.  Gern präsentiere ich sie euch hier :)

Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Marcel - Ryuki 01
Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Marcel - Ryuki 02
Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Marcel - Ryuki 03

Ryuki.de: Hast du schon Angst wegen Platzmangel? Was machen Mitmenschen, die dich besuchen, zuerst, wenn sie deine Sammlung sehen?

Marcel: Naja Platzmangel hab ich stellenweise jetzt schon! Muss mich schon einschränken was Figuren angeht, da ich die sonst gar nicht alle aufstellen kann. Bei Mangas hab ich im Moment noch zwei Regalböden frei. Wenn ich besuch habe, schauen die erstmal meine Figuren durch, dann die Mangas, meist gefolgt von der lieben Kostenfrage :)

Ryuki.de: Irgendwie machen das auch alle, die mich besuchen! Erst gucken, manchmal anpassen und dann fragen wie viel es wieder gekostet hat! *lach*

So, Marcel! Wir kommen leider schon an die Frage-Grenze, damit die Interviews nicht ausarten… Ab hier darfst du auch mal Interviewer spielen und mir 1-2 Fragen zum Thema stellen!

Marcel: Vielen, lieben Dank! Dann würd ich doch einfach mal mit der naheliegendsten Frage an: Was war dein erster Manga bzw. der allererste Anime, den du gesehen hast in deinem noch jungen Leben. :)

Ryuki.de: Mein erster Manga war Shaman King, den ich als Mitbringsel bei einer Klassenfahrt in Düsseldorf gekauft hatte. Bei Anime muss ich schwer überlegen, da ich sehr vergesslich bin, wenn es um Sachen aus meiner Kindheit geht. Aber ich denke, es war Heidi und Milla Superstar!

Noch eine? :)

Marcel: Eigentlich nur die eine, ob schon mal in Japan warst oder irgendwann mal hinfahren willst.

Ryuki.de: Leider war ich noch nicht dort. Aber eine Reise ist für mich Pflicht! Kann es kaum erwarten, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

So, dann machen wir hier mal Schluss! Ich danke dir herzlich, das du bei dem Interview mitgemacht hast! Das letzte Wort geht an dich Marcel!

Marcel: Ich danke dir vielmals für die Möglichkeit, an diesem einmaligen Projekt teilnehmen zu dürfen. Fand das Gespräch mit dir sehr interessant und hoffe auch in Zukunft auf den einen oder anderen Austausch. Abschließend würd ich gern noch einige Grüße loswerden. Und zwar an Alexa von Nendotaku, Sabrina und Diana, zwei super nette Bekannte von mir sowie ihr Männer und meinen besten Kumpel Marco.

 

Das nächste Interview ist mit Zeichnerin Maki-chan, welche bereits auf der DoKomi einen Zeichnerstand hatte!

Ryuki.de: Willkommen, willkommen Maki! Freust du dich über die Teilnahme?

Maki: Hallo, ja ich freu mich wirklich riesig über die Teilnahme und ich freu mich, dir einige Fragen beantworten zu dürfen! >w<

Ryuki.de: Ich bin wirklich entzückt, dass du schon so lange zeichnest und sogar einen Stand auf der DoKomi hattest! Was hat dich zum Zeichnen gebracht und motiviert dich?

Maki: Ich war unheimlich glücklich als ich dieses Jahr meine Bestätigung für die DoKomi bekommen hab, das hat mir nochmal einen kräftigen Motivationsschub gegeben muss ich sagen.

Also ich habe vor 6 Jahren angefangen zu zeichnen, da es einmal Teil meines Unterrichts war, anfangs eher zum Spaß, bis mir Websites wie damals mangaka.de gezeigt haben, was man mit viel Übung alles erreichen und erschaffen kann. Da hab ich dann angefangen wirklich an mir zu arbeiten und zu üben was das Zeug hält um irgendwann mal so gut zu werden wie die Künstler die ich damals dort entdeckt habe.

Auch heute verfolge ich noch mein Ziel, immer besser zu werden, aber im Gegensatz zu damals arbeite ich jetzt deutlich härter an mir. Es motiviert mich einfach unheimlich wie viel man durch seine Kunst erreichen kann, welche Tore einem dadurch geöffnet werden und wie viele wundervolle Menschen man dadurch kennen lernen kann. Wie man Leute mit seiner Kunst glücklich machen kann, wenn man jemandem etwas zeichnet. Es ist einfach wahnsinnig schön zu sehen, wie andere sich ebenfalls verbessern, sowie man selbst, wenn man sich mit anderen austauschen kann und sich vielleicht sogar gegenseitig hilft. Ich zeichne einfach von Herzen gern und ich liebe es, diese Leidenschaft mit anderen teilen zu können.

Ryuki.de: Woah! Da steckt aber viel Herzblut drin! Magst du mir und den Lesern vielleicht 2-3 Bilder zeigen? Willst du denn mal Mangaka werden?

Hier geht es weiter mit Makis Interview!

Maki: Na klar sehr gern. Die drei Beispiele sind meine aktuellen Werke. Wie man sieht gibt es sicher noch einiges zu verbessern, aber ich gebe stets mein Bestes um mich weiter zu verbessern und freu mich jedes Mal wenn ich ein Werk beenden kann. Leider passiert das nicht allzu oft! *lach*

Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Maki - Ryuki 03
Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Maki - Ryuki 02
Lebenswege mit Anime und Manga - Community-Projekt - Maki - Ryuki 01

Mangaka würd ich gern werden, allerdings eher weniger bei einem Verlag sondern nur privat und meine Storys später aus Eigenproduktion verkaufen. Unter Vertrag zu stehen würde mich glaube ich viel zu sehr unter Druck setzen, da will ich lieber unabhängig bleiben.

Ryuki.de: Von deinem Talent bin ich noch weit entfernt! *wein* Das sind wirklich hübsche Zeichnungen!

Also würdest du ablehnen, wenn plötzlich ein Verlag um die Ecke kommt und sagt: „Deine Bilder sind toll! Wir wollen dich!“?

Maki: Vielen, vielen Dank das freut mich sehr!

Ja, ich würde wohl ablehnen, wenn ein Verlag mich fragen würde. Zurzeit habe ich auch nicht das Zeug dazu um einem Verlag gerecht zu werden, daher kann man sich das schwer vorstellen. Wer weiß, wie es in ein paar Jahren aussehen wird und wie sich meine Meinung dazu noch entwickelt? *lach*

Ryuki.de: Wirklich noble Einstellung! :) In einem Jahr kann wirklich viel passieren! Aber ich drücke die Daumen, dass du mit deinen Zeichnungen Erfolg hast!

Fällt es dir leicht über deine Leidenschaft mit Familie, Freunden und Mitschülern zu reden, oder sind da doch kleine Barrikaden?

Maki: Am Anfang fiel es mir eher schwer, da Mangas und Animes in meiner Schule mehr als unbeliebt waren. Mit meinen Eltern habe ich so gut wie nie darüber geredet, weil es sie auch nie wirklich interessiert hat. Sie dachten das wäre so ein kleines Hobby, was ich nach einem Jahr sowieso wieder abschreibe.

Jetzt wo sie gemerkt haben, dass dieses eine Jahr schon ein paar Jahre länger dauert, haben sie es langsam verstanden. *lach* Dennoch bringe ich es kaum zur Ansprache. Inzwischen habe ich so gut wie nur Freunde, die ebenfalls zeichnen und sich für diese Richtung interessieren, was meine Mitschüler davon halten ist mir ehrlich gesagt egal.

Ryuki.de: Das ist toll! Solange deine Eltern auch kein striktes Verbot hinstellen, sollte auch kein Krieg ausbrechen.

Gab es an deiner Schule einen Vorfall zu Anime/Manga, dass du „“da Mangas und Animes in meiner Schule mehr als unbeliebt waren“ schreibst?

Maki: Nein und selbst wenn sie es getan hätten, hätte ich mich wohl nie dran gehalten *lach*

Also es gab mal einen Vorfall, der betraf aber nicht mich, sondern eine Cosplayerin, die an meine Schule damals gewechselt hatte. Man muss dazu sagen, es gab auf der Schule wirklich niemanden der eine außergewöhnliche Haarfarbe hatte oder sonst ein auffälliges Aussehen. Sie kam im Cosplay zur Schule und wurde direkt gemobbt.

Kurz danach hatte sie die Schule wieder gewechselt, das hatte damals schon ziemlich abgeschreckt muss ich sagen. Die Leute zeigen sich zwar ein wenig beeindruckt von dem was man macht in der Schule, wenn man sich selbst dann aber mal gelobt hatte oder ähnliches wurde man als überheblich bezeichnet… Außerdem war ich eh immer die, die den gesamten Unterricht über gezeichnet hatte. *lach*

Ryuki.de: Das hört sich wirklich traurig an. Verheimlichst du in der Schule das du ein Anime- & Manga-Fan bist?

Maki: Am Anfang fiel es mir eher schwer, da Mangas und Animes in meiner Schule mehr als unbeliebt waren, mit meinen Eltern habe ich so gut wie nie darüber geredet, weil es sie auch nie wirklich interessiert hat. Sie dachten das wäre so ein kleines Hobby, was ich nach einem Jahr sowieso wieder abschreibe. Jetzt wo sie gemerkt haben, dass dieses eine Jahr schon ein paar Jahre länger dauert, haben sie es langsam verstanden *lach* Dennoch bringe ich es kaum zur Ansprache. Inzwischen habe ich so gut wie nur Freunde, die ebenfalls zeichnen und sich für diese Richtung interessieren, was meine Mitschüler davon halten ist mir ehrlich gesagt egal.

Ryuki.de: Solange du nun Leute hast, die das Gleiche mögen, ist es das auch. Da geht es mir ähnlich.

So Maki! Leider müssen wir Richtung Ende gehen und ab hier dürfen alle Interviewten zum Interviewer werden! Steht es nun frei mir 1-2 Fragen zum Thema zu stellen!

Maki: Oh natürlich, na mal sehen was ich da an Fragen rauskramen kann *lach*

Ich habe dich tatsächlich schon mal auf einer Convention gesehen, aber du warst zu schnell weg ehe ich dich ansprechen konnte! *lach* Wie sieht für dich eine gut gelungene Convention aus?

Interessierst du dich besonders für die Fanstände, oder das Bühnenprogramm, oder aber liebst du es einfach nur über die Meilen zu laufen und die verschiedensten Leute anzusprechen, kennenzulernen und dich mit ihnen auszutauschen? Was macht für dich einen Conventiontag absolut gelungen?

Ryuki.de: Oh, das ist mal eine neue Frage! An sich ist es recht schwierig zu sagen. Da ich, meistens, Berichte über die Conventions schreibe, achte ich auf so ziemlich alles was ich sehe. Deshalb bin ich in den meisten Fällen, verwirrt, hastig und nervös, weil mir so viel durch den Kopf geht. Immerhin muss ich mir alles merken! *lach*

Abgesehen von diesen Beobachtungen, genieße ich die ganze Atmosphäre. Eigentlich sind Menschenmassen überhaupt nichts für mich aber auf Conventions vergesse ich das. Es ist toll Gleichgesinnte zu treffen, Cosplayer zu fotografieren, zwischen den Ständen zu Bummeln und tolle Zeichner kennenzulernen! Ich schweif ein bisschen aus. Aber ich kann das eben schlecht beschreiben. :3

Auf welcher Convention hast du mich denn gesehen? Ich bin oft schnell irgendwo hin, weil ich super Cosplayer sehe! *lach* Auf der Gamescom und der Connichi bin ich einigen Cosplayern nachgerannt. Da kann es gut passieren mich aus den Augen zu verlieren! :D

Maki: Also ganz anders als ich, ich laufe einfach über eine Convention und lass alles auf mich zukommen. haha Wobei mich aber die Zeichner doch am meisten interessieren! *lach*

Ich meine ich habe dich mal auf der Dojaku gesehen kann das sein? Wenn nicht habe ich wohl Wahnvorstellungen! haha

Okay, eine letze Frage habe ich dann noch, die hab ich ja noch frei oder? Das zählt jetzt aber nicht als die Frage! *lach*

Und zwar, würdest du, wenn du die Mittel dazu hättest später gern mal eine eigene Convention veranstalten oder einen eigenen kleinen Merchandise Laden eröffnen oder wäre dir so etwas zu stressig?

Ryuki.de: Ja, man nimmt alles etwas anders wahr, wenn es mit „Arbeit“ in Verbindung steht.

Klar, eine haste auf jeden Fall! Sollte dir noch etwas auf der Seele brennen, gewähre ich auch eine dritte Frage! *lach*

Wenn ich die Mittel und die Kontakte hätte, würde ich es sofort machen. Naja, nach meiner Ausbildung sofort! *lach* Aber nicht nur ich träume von Selbstständigkeit mit dem Hobby. Auch mein Freund Lunasa möchte irgendwann mal einen Laden auf die Beine stellen.

Maki: Oh das ist natürlich wirklich cool! Ich finde es gibt generell noch immer zu wenig Merchandise Shops in Deutschland. Ich hoffe dass sich der Traum für euch mal erfüllen wird, nehmt auf jeden Fall Zeichenmaterialien ins Sortiment! haha

Okay eine letzte Frage habe ich noch und zwar zu Figuren, ganz anderes Thema diesmal *lach* Gibt es einen Charakter den du unbedingt mal als Figur sehen wollen würdest? Vielleicht in einem ganz bestimmten Outfit oder vielleicht sogar einen eigenen Charakter als Figur?

Ryuki.de: Danke dir! ♥

Die Frage ist etwas schwer zu erklären! *lach* Meine derzeitigen absoluten Favoriten unter den unzähligen Anime/Manga-Charakteren sind Mephisto Pheles aus Ao no exorcist und Hoozuki-sama aus Hoozuki no Reitetsu. Von Mephisto gibt es zwei Prize-Figuren, wovon ich auch eine habe und von Hoozuki gibt es 2 Figuren, welche doof aussehen und eine weitere wurde aufm dem letzten Wonder Festival präsentiert. Ob mir diese gefallen wird, steht noch aus! Ich wünsche mir die beiden Herren gern als hochwertige Figur, welche gern größer sein kann als 1/8. 1/6 beispielsweise wäre schon grandios!

Einen eigenen Charakter als Figur wünsche ich mir natürlich auch. Da ich derzeit mein Maskottchen ausarbeite und dafür extra Zeichnen übe, wäre es schon unglaublich, wenn von ihr mal eine Figur erscheinen würde. Die Chance ist zwar nicht so hoch aber die Möglichkeit besteht, wie man es an Mirai Suenaga sehen kann! Aber ich mache mir da erstmal keine großen Hoffnungen! *lach*

Vielen, vielen Dank Maki für das tolle Interview!

 

Last but not least ist Erik!

Ryuki.de: Danke für deine Teilnahme und herzlich Willkommen Erik!

Erik: Aloa~hey Yuki und Leser. Ich fühle mich geehrt einer der auserkorenen zu sein und bedanke mich auch für die Chance!

Ryuki.de: Laut Bewerbung bist du Single! War die Richtige einfach noch nicht dabei oder sind sie eher vom Hobby abgeschreckt gewesen?

Erik: Es ist richtig das ich derzeitig Single bin, dies liegt aber eher daran das ich mich nicht wirklich nach einer Freundin umsehe und wenn ich dies dann doch einmal tue, müsste sie dann auch meinen kleinen „Ansprüchen“ entsprechen. Diese wären an sich nur das sie meine Hobbys Gaming bzw. Anime/Manga auch akzeptieren muss.

Ryuki.de: Wäre eine Freundin, die das gleiche Hobby teilt, denn ideal? Wie sehen denn Familie und Freunde dein Hobby?

Erik: Dies ist vollkommen richtig, weil eine Freundin die damit nichts anzufangen weiß, oder es gar ablehnen würde, kommt nicht in Frage.

Hier geht es weiter mit Eriks Interview!

Die meisten in meiner Familie können damit nichts anfangen. Meine Mutter und Schwester finden es recht interessant. Der Freund meiner Mutter ist das komplette Gegenteil und macht sich über manche Sachen auch lustig. Dies ist jedoch für mich kein großes Problem.

Ryuki.de: Gut, dass du damit so umgehen kannst, wenn jemand das Hobby ins Lächerliche ziehen will. Hattest du zu Beginn „Angst“ gehabt, dass dein Hobby rauskommen sollte, weil man dich sonst irgendwo ausgrenzen könnte? Da haben Jugendliche ja oft Probleme, weil man sie dann mobben könnte.

Erik: Ich sag mal so: zu Schulzeiten hatte ich auch mein Chuunibyou, weswegen die Meisten in meiner Klasse sich über mich lächerlich gemacht, regelrecht gemobbt haben. Jedoch Dank meines Freundeskreis und des Chuunibyou’s war mir dies mit der Zeit recht egal.

Am Anfang war es schon sehr schwer dies zu verkraften/verarbeiten, aber mit der Zeit lernt man es zu ignorieren. Auch wenn dies die schwerste Zeit bisher war, war ich jedoch froh diese gehabt zu haben – wer weiß ob wir sonst dieses Interview überhaupt führen würden, wenn ich nicht so gewesen wäre?

Ryuki.de: Es ist schon eigentlich traurig, dass die Jugend damals schon so intolerant war. Ich möchte gar nicht wissen, wie es aktuell in den Schulen aussieht. Ich hatte damals auch Angst „abgestoßen“ zu werden und habe immer verschwiegen, das ich viel Guild Wars spielte oder stundenlang Anime guckte. Wenn wir beide damals unter der „Gesellschaft“ eingeknickt worden wären, würden wir hier gar nicht so ein Projekt auf die Beine stellen!

Gab es denn irgendwann einen Moment, wo du echt alles hobbybezogene hingeschmissen hättest?

Erik: Wenn ich mir allein meine Stadt ansehe, dann weiß ich ganz genau wie Niveaulos die nächste Generation ist… Traurig.

Bei mir gab es einen derartigen Moment nicht einmal, dafür ist mir dieses Hobby zu wichtig. Außerdem habe ich auch ‚damals‘ schon einen wichtigen Freundeskreis aufgebaut der nur durch das Hobby zustande kam. Also Grund genug an diesem Hobby dranzubleiben.

Ryuki.de: Wie sind die Kinder bzw. Teenager bei dir denn? Heutzutage muss ein Kind ja nur einen älteren Vornamen haben und schon wird es anders behandelt, um mal ein extremes Beispiel zu haben.

Da hast du aber gut „vorgeplant“. Ich hatte damals echt Probleme mit meinen Mitschülern. Mobben stand zwar nicht auf dem Plan aber richtig über mein Hobby, was damals viel Spielen war, konnte ich nicht.

Wenn du deine Kindertage (bis 12 Jahre) mit den Kindertagen der aktuellen Generation vergleichst, wer hatte die schönere Kindheit?

Erik: Ich glaube die Kindheiten kann man so gar nicht mehr vergleichen. Meine/Unsere Generation war ja wohl die letzte, die normal und aktiv draußen gespielt hat, durch die Stadt läuft nur um seinen Kumpel/Freundin abzuholen, usw. Die heutige Generation wird ja nun schon groß was Internet und alles angeht und genau das machen die meisten dann auch nur noch.

Ryuki.de: Dann hatten wir ja eigentlich die schönere Kindheit. Leider ist mit dem Internet die Intoleranz für manche Themen leider gestiegen, finde ich. Aber wir verdanken es auch dem Internet, dass wir miteinander kommunizieren können! Bist du eigentlich in vielen Fan-Gruppen und Foren unterwegs?

Erik: Ohne das Internet könnten wir wohl schlecht unser Hobby in dieser Größenordnung ausleben.

Ich bin nicht in so vielen Gruppen/Foren unterwegs. In Facebook nur in der Animexx Gruppe und 2 Anime/Manga/Cosplay Flohmärkten. Weiterhin auf meinen Seiten, welche ich nutze um an die tägliche Dosis Anime zu kommen ;) Ansonsten stöbere ich mal so durchs Internet, wenn ich nach etwas suche.

Ryuki.de: Ganz bescheidener Internet-Nutzer also, finde ich gut!

Erik ich muss an der Stelle leider sagen dass wir an die Fragen-Grenze anstoßen. Ab hier darf jeder auch Interviewer sein und mir 1-2 Fragen stellen!

Erik: Was hat dich dazu bewegt ein Interview mit deinen Followern zu starten?

Ryuki.de: Mit dieser Frage habe ich gerechnet! Ich wusste nur nicht, wer sie mich fragen wird! *lach*

Der Grund ist leicht: Ich möchte nicht nur das meine Leser und Subscriber meine Arbeit lesen bzw. angucken. Der Sinn des Interview-Projektes ist etwas zusammen zu erarbeiten und zusammen stolz auf das Ergebnis zu sein. Das eröffnet völlig andere Möglichkeiten für mich und meine Fans miteinander zu kommunizieren. Es wird auch nicht nur bei diesem Interview-Projekt bleiben, aber verrat das keinem! *lach*

Erik: Das würd ich sagen ist dir gelungen! ^^Uhh, ich weiß was – ich weiß was! *umguck* wen kann ich das nur erzählen? :O

Ich habe mir auch schon die ersten Interviews angeschaut und bin nun recht gespannt wie die anderen Interviews aussehen… und vor allem meins, da ich nicht mal mehr weiß was die ursprünglichen Fragen und Antworten waren :D

Ich danke dir für das Interview und wünsche dir noch viel Spaß bei all deinen Machenschaften, stalken tun wir dich eh schön auf Facebook :P

Bye-Neee *wink*

Ryuki.de: Aww, bye-neeee

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern!

(Die Bilder wurden freiwillig zur Verfügung gestellt!)

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