Hiyokoi – Ein fluffiges Küken?

Donnerstag, 9.Juli.2015

Nicht großartig auffallen und ein ruhiges Schulleben führen, das wünscht sich unser Hauptcharakter Hiyori Nishiyama. Aber durch ihre kleine Größe und ihre neue Klasse wird dieser Plan direkt zu Nichte gemacht! Mit der lustig und gleichzeitig niedlich startenden Geschichte schleicht sich der Manga „Hiyokoi“ langsam aber sicher in unsere Herzen!

Titel: Hiyokoi (ひよ恋)

Erschienen in DE: 08. Juni 2015

Erschienen in JP: 02. November 2009

Mangaka: Moe Yukimaru

Bände DE: 2 (laufend)

Bände JP: 14 (laut ANN abgeschlossen, laut Wikipedia nicht *lach*)

Genre: Schule, Romance, Comedy, Slice of Life

Japanisch Frontcover Hiyokoi

Japanisches Frontcover Band 1 © Sharp Point Press/Shueisha

Die Geschichte in „Hiyokoi“

Schlimmer kann Hiyoris Einschulungszeremonie nicht verlaufen: Genau einen Tag davor wird sie von einem Lastwagen angefahren. Nach erfolgreicher Genesung steht ihr nun ein turbulent startendes Schulleben bevor, denn sie ist extrem schüchtern und viel zu klein! Dazu ist da ihr neuer Klassenkamerad Yuushin Hirose, welcher sie um einen halben Meter überragt und sie Küken nennt!

Er ist für sie ein böser Mensch! Er schläft oder isst im Unterricht und macht nur Unsinn. Dazu ist er ständig von Menschen umgeben, was sie ebenfalls stört, da sie neben ihm sitzt. Mit ihrer extremen Schüchternheit weiß sie dann nicht wie sie reagieren soll, wenn diese Leute plötzlich mit ihr reden. Das einzig Gute in der Klasse ist Hiyoris Sandkastenfreundin Ritsuka Nanako.

Der Höhepunkt an Peinlichkeit für Hiyori passiert prompt an ihrem zweiten Schultag. Sie möchte die Tafel putzen als Yuushin sie lautstark auf ihr Unterhöschen aufmerksam macht, und damit auch die gesamte Klasse. Voller Angst versteckt sie sich in einem Schrank und weint. Mit so etwas umgehen ist für sie unmöglich!

Yuushin läuft sie direkt suchen und motiviert die gesamte Klasse dasselbe zu tun! Schließlich findet er sie und es gelingt ihm Hiyori aufzuheitern. Die Klasse schafft es kurz darauf die beiden einzuholen. Aber statt zurück in den Unterricht zu gehen, gehen alle nach draußen um im Schnee Spaß zu haben!

Mit dem Beginn des ersten Schnees an diesem Dezembertag merkt Hiyori das Yuushin doch kein böser Mensch ist, sondern ein ganz besonderer. Aber was sind ihre nächsten Schritte? Ein Liebesgeständnis? Unmöglich! Vielleicht sollte sie sich erstmal an einer Freundschaft versuchen? Das könnte gut gehen!

Potenzial zur Charakterentwicklung

Unsere beiden Hauptcharaktere Hiyori und Yuushin könnten nicht unterschiedlicher sein. Nicht nur der Größenunterschied von 50 Zentimetern unterscheidet sie, auch der Charakterunterschied ist immens! Während Hiyori sehr schüchtern und zurückgezogen ist, ist Yuushin nur am lachen und Freude verbreiten. Diese starken Gegensätze machen die Geschichte für mich interessanter.

Da sieht man großes Potenzial für eine gute Charakterentwicklung. Yuushin treibt Hiyori immer weiter voran sich mit den anderen Klassenkameraden zu unterhalten und etwas mit ihnen zu unternehmen. Aber es wirkt so, als ob er etwas für sich behält. Dies merkt man bei der Aufmunterung nach dem Höschendilemma. Da bin ich wirklich sehr gespannt was Moe Yukimaru da ausarbeitet!

Der Zeichenstil von Moe Yukimaru

Yukimarus Stil ist in einem guten Sinne schlicht und angenehm. Sie konzentriert sich auf die Ausstrahlung der Charaktere in den verschiedenen Gefühlslagen. Da gefallen mir besonders die Seiten, wo sie nur ein oder zwei Panel zeichnet und sich dann ausschließlich auf einen Moment beschränkt. Die Gefühle von Hiyori sind dann am schönsten dargestellt!

Aber ich muss auch etwas kritisieren, woran man sich im Nachhinein aber sehr gut gewöhnt: Die Augen sind etwas zu weit auseinander. Bei Hiyori fällt es nicht direkt auf aber bei Yuushin und anderen, eher erwachsener gezeichneten, Charakteren schon. Für mich persönlich war es anfangs ungewöhnlich aber man wird recht schnell in die Geschichte verwickelt, (so)dass man dann nicht mehr darauf achtet. Besonders dann, wenn man Hiroyis strahlendes Lächeln sieht!

Japanisches Backcover Hiyokoi

Japanisches Backcover Band 1 © Sharp Point Press/Shueisha

Gesamtfazit zu „Hiyokoi“

Die Geschichte in „Hiyokoi“ verläuft recht schnell in Richtung Romanze. Unsere Protagonistin ist sich ihren Gefühlen früh klar und möchte die nächsten Schritte angehen. Diese Schnelligkeit schadet der Geschichte überhaupt nicht. Hauptaugenmerk werden wohl Hiyoris Gedanken und ihre Schritte Richtung Beziehung.

In vielen Shoujo-Geschichten dauert es länger bis die Mädchen sich ihren Gefühlen bewusst werden, was bei „Hiyokoi“ nicht der Fall ist! Ein schneller Fortschritt ist ganz bewusst gewählt worden. Hiyori ist vom Charakter sehr verschlossen und wird durch Yuushin immer weiter voran getrieben mit anderen Menschen zu interagieren. Für sie ist die Geschichte also genauso schnell wie für uns Leser. Durch das Lesen und Miterleben vertieft man sich deutlich stärker in die Geschichte, wie ich finde.

Der Nachteil an Manga, die einen packen und eine Art Miterlebnis bieten, ist, dass sie schnell gelesen sind. Somit warten viele Leser und ich auf die folgenden Bände. Shoujo-Liebhaber sollten auf alle Fälle einen Blick reinwerfen und sich von Hiyoris Entwicklungen überzeugen. Bereuen, wird es meiner Meinung nach, keiner!

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